Anstehen am Bahnübergang in Werder (Havel). Quelle: Stadt Werder (Havel)

„Grundsätzliche Möglichkeiten zur Beschleunigung des Baues von Bahnübergängen bestehen nicht“, so die Landesregierung1

Darum geht ́s zwar nicht, sondern natürlich um einen Auto- und um einen Rad/Fußgängertunnel unter den Bahngleisen - hätte sich in den 15 Jahren der Debatte vielleicht rumsprechen können! 

Solche Vorhaben dauern also grundsätzlich länger, da kann man nichts tun, offenbar walten höhere Mächte bei derartigen Projekten! Der unmögliche Zustand, nicht zuletzt die Umweltbelastung durch die täglichen Warteschlangen beiderseits der Schranke, muss also bis mindestens 2029 andauern! Noch 9 Jahre? Dabei ist die Entwurfsplanung fertig! Egal, wiehert der Amtsschimmel, erst kommt der Fußgänger, dann der Autotunnel. 

Viel Spaß übrigens den Besuchern der dann hoffentlich längst fertigen Therme, die sicher nur einmal und nie wieder anreisen werden, oder, wenn ́s gut geht, nur noch per Bahn. Auch den Anwohnern der angrenzenden Straßen sei schon mal kondoliert. 

Kleiner Tipp, geht nicht – gibt ́s nicht : Man kann tatsächlich auch mehrere Baustellen gleichzeitig beginnen; das praktiziert sogar der Landesbetrieb selbst ganz „erfolgreich“ jeden Sommer (auch wenn wegen fehlender Abstimmung zwischen den Gemeinden Werder, Schwielowsee und Potsdam regelmäßig das Chaos hereinbricht). 

Vielleicht liegt’s aber gar nicht an grundsätzlicher Unmöglichkeit oder am Können, sondern am „Wollen“? Der -sinnlose- Ausbau der L90 zwischen Kreisverkehr und BAB-Zufahrt ging doch sogar schneller als geplant! 

 

1 PNN 24.12.19, S.13

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