Zunächst hatte die Stadt Werder (Havel) die Kristall Bäder AG mit dem Bau einer Therme beauftragt, was bekanntlich 2016 nach Stillstand und Querelen in einer Trennung der Vertragspartner endete. Bis heute ist in der Öffentlichkeit ungeklärt, welchen tatsächlichen Wert der bis 2015 unfertige Bau hatte. Fachleute vermuten diesen bei lediglich 12 Millionen. Warum bis dahin dennoch 21 Millionen Euro öffentlichen Geldes ausgegeben wurden und warum die Stadt Werder sich gescheut hat, gegen die Kristall Bäder AG vor Gericht zu ziehen, ist ungeklärt. Angesichts der Summen, um die es damals ging, scheint die Erklärung, ein außergerichtlicher Vergleich sei der schnellere Weg für Werder gewesen, sehr mager. Auch warten die werderaner Stadtverordneten noch immer auf die Ergebnisse zweier Prüfaufträge (Auftrag 1 und Auftrag 2) aus dem Jahr 2018.

Den GRÜNEN in Werder, so Markus Altmann, ist in diesem Zusammenhang schleierhaft, wieso besonders die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung sowohl den ehemaligen Bürgermeister Werner Große (CDU) als auch die Nachfolgerin, Frau Manuela Saß (CDU), für die entscheidenden Rechnungsjahre entlastet hat.

Zu den rund 21 Millionen Euro Ausgaben im Zusammenhang mit Kristall Bäder AG kommen rund 27 Millionen Euro, zu denen das Nachfolgeunternehmen, die Havel Therme GmbH, für Fertigbauen und Attraktivierungen des Bades unter Vertrag genommen wurde. Das Bad kostet also tatsächlich knapp 50 Millionen Euro öffentlichen Geldes. Diese immensen und viel zu hohen Kosten dokumentieren ein erneutes erhebliches Versagen der Stadtspitze, im besonderen von Fr. Bürgermeisterin Saß, im wirtschaftlichen Umgang mit Steuergeldern.

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